Freitag 16. April 2021

Das Update geht in der Diagnostik auf die Verfahren ein, die zur Erfassung  sprachlicher Aktivitäten entwickelt werden. In der Therapie geht es zum einen um diejenigen Prinzipien in der Aphasietherapie, die sich als effektiv erwiesen haben. Zum anderen werden einige neue Materialien vorgestellt, mit denen sich die evidenzbasierten Prinzipien umsetzen lassen.

Holger Grötzbach, M. A. ist seit 30 Jahren leitender Sprachtherapeut in der Asklepios Klinik Schaufling.

Der Workshop gibt einen Einblick in die Arbeit als Hypnotherapeutin in der Neurorehabilitation und die damit zusammenhängenden Chancen und Möglichkeiten für mich und die Patienten.

Folgende Themen möchte ich mit der Gruppe erarbeiten:

– Was ist die Motivation als Sprachtherapeutin mit Hypnose zu arbeiten?

– Was ist der Unterschied zwischen natürlichen und induzierten Trancezuständen?

– Was bewirken positive und negative Suggestionen in der Medizin und wie kann man sich diese Wirkung zunutze machen?

– Was sind Glaubenssätze und wie aktivieren bzw. blockieren sie die (Selbst-) Heilungsprozesse?

– Fallbeispiele aus der Literatur und der eigenen Praxis

Astrid Dümler, Dipl.-Sprachheilpädagogin (Universität zu Köln), Systemische Hypnotherapeutin (Universität zu Köln), Heilpraktikerin für Psychotherapie; Seit 2003 tätig als akademische Sprachtherapeutin mit dem Schwerpunkt Neurorehabilitation; seit 2018 zusätzlich selbstständig in eigener Praxis als Systemische Hypnotherapeutin für Menschen mit erworbenen Hirnschädigungen

Im Workshop geht es v. a. darum, den sogenannten cross-linguistischen Transfer (CLT) zur Förderung aller Sprachen zu nutzen. Dieser wird als wichtiger Bestandteil in der mehrsprachigen Aphasietherapie zunächst theoretisch erläutert. Daraus ergeben sich Implikationen für die Therapie, welche im Workshop praktisch vermittelt werden. Diese Therapiemöglichkeiten zur Förderung aller vom Patienten gesprochenen Sprachen werden aufgezeigt und praktisch erarbeitet (vgl. Semantic Feature Analysis, Kognate).

Der Workshop bietet einen Raum zum interkulturellen Lernen, zum kollegialen Austausch und zur Generierung eigener Ideen sowie Handlungsmöglichkeiten.

Julia Petzer (B.Sc., M.A.) war als Logopädin überwiegend mit mehrsprachigen PatientInnen in ambulanter Praxis tätig. Aktuell unterrichtet sie als Lehrlogopädin an der SRH Fachschule in Stuttgart.

Achtsame Bewegungs- und Atemübungen vermittelt durch die Methode QiGong auf einem Stuhl bringen unseren Körper in Harmonie. So entsteht Entspannung und die Krankheitsbewältigung wird gefördert. Ängste und Schmerzen werden abgebaut, das erhöht die Zufriedenheit mit dem eigenen Körper. Die körperlichen Aktivitäten bewirken eine Aktivierung unseres Gehirns.

Margrit Hieronymi praktiziert als Physiotherapeutin, Heilpraktikerin, Atemtherapeutin, Yoga- und QiGonglehrerin

Verhaltensprobleme nach einem Schädelhirntrauma oder Schlaganfall erweisen sich in vielen Studien und in der klinischen Praxis als großes Hindernis für die erfolgreiche Teilnahme an therapeutischen Aktivitäten sowie als wesentliche Beeinträchtigung der sozialen und beruflichen Teilhabe. Die Verhaltensprobleme werden von den Betroffenen oft unterschätzt oder bagatellisiert, stellen aber insbesondere für die Angehörigen meist eine massive Belastung dar.

Es ist für Therapeuten von zentraler Bedeutung, diese Verhaltensprobleme genauer zu verstehen, adäquat zu diagnostizieren und angemessen zu behandeln.

Im Workshop werden wir drei häufige Verhaltensprobleme in den Mittelpunkt stellen:

  • Impulsives, distanzgemindertes Verhalten
  • Gereizt-aggressives Verhalten
  • Verlust von Initiative und Antrieb (Adynamie)

Es werden die wesentlichen Symptome, differentialdiagnostische Aspekte sowie klinisch fundierte Empfehlungen für die Beratung und Therapie dargestellt.

Ergänzt durch konkrete Falldarstellungen wird dieses herausfordernde Thema praxisnah vermittelt und bearbeitet.

Herr Dipl.-Psych. Wolfgang Kühne ist seit über 30 Jahren in der neuropsychologischen Rehabilitation tätig, u.a. als Leiter des Intensiv-Reintegrations-Programms IRP für schädelhirnverletzte Rehabilitanden. Sein Arbeitsschwerpunkt ist die Therapie der  emotionalen und verhaltensbezogenen Probleme nach einer Hirnschädigung.

Sprechen mit Pinsel und Farbe. Mit wenigen Strichen entstehen Kirschblütenbäume.

Bitte Aquarellpapier, Aquarellfarben, schwarze Tusche und Pinsel bereit halten.

Ulla Hieronymi-Pinnock praktiziert als freie Künstlerin und Kunsttherapeutin

Akute Aphasien sind neurologisch bedingte Sprachstörungen, die sich in den ersten Stunden, Tagen oder Wochen nach einem Schlaganfall oder einer anderen Hirnschädigung zeigen. Standards zur logopädischen / sprachtherapeutischen Behandlung akuter Aphasien sind bislang nicht hinreichend etabliert. Im Workshop werden aktuelle Befunde zur Wirksamkeit der Akutbehandlung vorgestellt, kritisch reflektiert und hinsichtlich möglicher Behandlungspfade diskutiert. Weiterhin werden standardisierte Testverfahren für die akute Aphasie, phasenspezifische Lernprinzipien und Methoden der Dialogtherapie praxisnah vorgestellt.

Literatur:

Godecke, E., Armstrong, E., Rai, T., Ciccone, N., Rose, M. L., Middleton, S., … & VERSE Collaborative Group. (2020). A randomized control trial of intensive aphasia therapy after acute stroke: The Very Early Rehabilitation for SpEech (VERSE) study. International Journal of Stroke. https://doi.org/10.1177/1747493020961926

Nobis-Bosch, R., Rubi-Fessen, I., Biniek, R., Springer, L. (2012). Diagnostik und Therapie der akuten Aphasie. Thieme

Prof. Dr. Ruth Nobis-Bosch hat Lehr- und Forschungslogopädie an der RWTH Aachen studiert und lehrt im Studiengang Angewandte Therapiewissenschaften an der Hochschule Döpfer in Köln. Ihr Forschungsinteresse gilt der Aphasie. Sie ist Co-Autorin des deutschen Szenario-Tests und publizierte mit Ilona Rubi-Fessen, Rolf Biniek und Luise Springer das Buch „Diagnostik und Therapie bei Akuter Aphasie“.

Dr. Ilona Rubi-Fessen hat Lehr- und Forschungslogopädie an der RWTH Aachen studiert und arbeitet seit 1999 als Logopädin und Fach¬supervisorin für Aphasie in der Neurologischen Rehabilitationskli¬nik RehaNova Köln. Seit 2017 ist sie zusätzlich als Dozentin am Lehrstuhl für Pädagogik und Therapie bei Sprach- und Sprech¬störungen der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Universität Köln beschäftigt. Ihre Forschungsschwerpunkte sind akute Aphasien und der Einsatz der nicht-invasiven Hirnstimulation bei Aphasie.

In dem WS informiere ich sie über aktuelle, behördliche Angelegenheiten. Wir werden die Nachteilsausgleiche bezüglich des Behindertenausweises durchgehen, sowie die Leistungen im Bereich der Pflegegrade.

Mein Name ist Heike Frankenberger. Ich arbeite seit 21 Jahren als Diplom-Sozialpädagogin (FH) und Leitung im Beratungszentrum Oberfranken für Menschen nach erworbener Hirnschädigung e.V.

Die Online- Therapie in der Logopädie hat besonders im letzten Jahr erheblich an Bedeutung gewonnen. Mittels der Unterstützung von moderner Technologie ermöglicht sie die synchrone (real-time) Erbringung von Therapieleistung. Dafür stehen neben verschiedenen Plattformen zunehmend Tools zur Verfügung, die ein kollaboratives Arbeiten während einer Online- Therapie ermöglichen. Ziel des Workshops ist es, eine Auswahl aktueller Plattformen und Tools zu präsentieren und diese nutzer*inorientiert zu reflektieren.

Der Workshop richtet sich an Therapeut*innen mit wenig Erfahrung in der logopädischen Online-Therapie. Die Teilnahme sollte mit einem Laptop/PC erfolgen, auf dem die aktuellen Browser Firefox oder Chrome installiert sind. Für eine bestmögliche Tonqualität empfiehlt sich das Verwenden eines Headsets.

Elisabeth Meyer, M.Sc.

Ausbildung zur Logopädin. Anschließend Bachelor- und Masterstudium der Lehr- und Forschungslogopädie in Aachen. Seit 2012 wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Hochschule für Gesundheit in Bochum. Mitentwicklung der App DiaTrain. Regelmäßige Fortbildungstätigkeit zum Thema „Mobilgeräte und Apps in der Aphasietherapie“.:

Samstag, 17. April 2021

Nach einer Einführung in die mentale Repräsentation von Zahlen und die Symptomatik der Akalkulie werden diagnostische Möglichkeiten zur logopädischen Untersuchung von Akalkulie vorgestellt. Den Schwerpunkt des Workshops bilden Möglichkeiten zur Therapie bei Menschen mit Aphasie. Dabei werden sowohl funktions- als auch aktivitätsorientierte Übungen besprochen und anhand eines Fallbeispiels vertieft. Abschließend werden Apps präsentiert, die sich für das häusliche Üben der Betroffenen eignen.

Prof. Dr. Norina Lauer ist Professorin für Logopädie an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg. Ihr fachlicher Schwerpunkt sind neurologisch bedingte Sprach- und Sprechstörungen inkl. ihrer Begleiterkrankungen wie die Akalkulie. In der Forschung beschäftigt sie sich v.a. mit digitalen Ansätzen zur Therapie und Förderung der Teilhabe von Menschen mit Kommunikationsstörungen.

Theater spielen unter kommunikativ herausfordernden Bedingungen hat weltweit viele Gesichter und hat sich auch in der Aphasie-Selbsthilfe etabliert.

In dem Workshop geht es um die Vermittlung eines Konzeptes für den logopädischen Einsatz in Gruppen- und Einzeltherapie und in der Selbsthilfe.

Dabei werden grundlegende Fragen beleuchtet wie z. B.: Welchen kommunikativen/logopädischen Nutzen bietet speziell das Theaterspiel? Wie führe ich in die Theaterarbeit ein? Wie fördere ich Gruppendynamik und Fähigkeiten der Einzelnen? Improvisation und/oder Stückearbeit – Gegensatz oder gemeinsame Chance?

Die Teilnehmenden werden gebeten, ein Quietscheentchen oder einen ähnlich handlichen und alltagsrelevanten Gegenstand sowie ein Kopfbekleidungsstück/-accessoire, das möglichst nicht ihnen gehört, parat zur haben.

Pete Guy Spencer ist Autor, Performance-Künstler und Klinischer Linguist. Er arbeitet seit 2002 im Hegau-Jugendwerk Gailingen, wo er seit 2004 eine offene logopädische Theatergruppe leitet. In der Aphasie-Selbsthilfe und logopädischen Fachkreisen bietet er seit 2008 regelmäßig Theaterworkshops an. Ein ausführlicher Fachartikel zum Thema ist gerade im Druck bei ‚Logos‘.

Beeinträchtigungen des Lesens und des Schreibens treten zwar meist in Kombination mit Aphasien auf, müssen jedoch als eigenständige Störungen verstanden, diagnostiziert und therapiert werden.

Im Workshop wird einführend das Logogen-Modell erläutert, wobei der Schwerpunkt auf den spezifischen Mechanismen des Lesens liegt. Auf dieser Grundlage erfolgt die Charakterisierung der verschiedenen Dyslexieformen. Im Anschluss werden das diagnostische Vorgehen zur detaillierten Erfassung des Leistungsprofils sowie Ansätze und Übungen zur Behandlung der Dyslexien vorgestellt.

Dr. Anja Wunderlich arbeitet am FH-Bachelor-Studiengang Logopädie in Innsbruck in den Bereichen Lehre und Forschung und ist in München sprachtherapeutisch mit dem Schwerpunkt Aphasie tätig.

Dieser Workshop lädt dazu ein, sich mit Humor zu beschäftigen.

  • Was ist eigentlich Humor?
  • Wie sieht mein persönlicher Humor gerade aus?
  • Kann ich ihn trainieren und wenn ja, wie?

Dazu gibt es kurze theoretische Impulse und einfache praktische Übungen.

So vorbereitet wagen wir einen neuen Blick auf die Aphasie: der Humor hilft uns dabei, den Blickwinkel zu ändern und die Aphasie (die eigene oder die des Partners) aus einer anderen Perspektive zu betrachten.

Christina Möhrle arbeitet als Logopädin, Humorberaterin und Humordramacoach (HCDA), Lachyoga-Leiterin

In dem Seminar wird im ersten Teil ein Einblick in den aktuellen Stand diagnostischer Möglichkeiten bei Patienten mit Sprechapraxie gegeben (u.a. Spontansprachbewertung, systematische Prüfverfahren). Im zweiten Seminarteil werden unter Berücksichtigung der verschiedenen Schweregrade und Störungsprofile Therapieansätze bei Sprechapraxie vorgestellt und diskutiert.

Dr. Ingrid Aichert. ist seit 2002 wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Entwicklungsgruppe Klinische Neuropsychologie (EKN), seit 2015 Teil des Instituts für Phonetik und Sprachverarbeitung an der LMU München. Sie studierte Patholinguistik an der Universität Potsdam und promovierte in der EKN über Sprechapraxie. Ingrid Aichert gibt Fachfortbildungen zu den Themen Sprechapraxie, Modellorientierte Aphasiediagnostik und -therapie sowie Neurogene Störungen der Schriftsprache.

Yoga auf dem Stuhl ist eine wunderbare Möglichkeit, auf sanfte Weise seinen Körper zu bewegen. Nach einer kurzen Einführung werden wir die verschiedenen Bereiche unseres Körpers aufwärmen und behutsam aktivieren, um schließlich die Haltungen in einer fließenden Abfolge zu verbinden. Tragendes Element der Praxis ist unsere Atmung, welche uns Bewusstsein und Kraft verleiht.

In den Haltungen werden Modifikationen angeboten.

Für die Praxis wird ein einfacher Stuhl benötigt der fest am Boden steht. Empfehlenswert ist ein Stuhl mit einem geradem Rücken und ohne Armlehnen.

Barbara Ullmann, Yogalehrerin (RYT, AYA 500+), langjährige Yogapraxis in verschiedenen Stilen, fortlaufend Aus- und Weiterbildungen, zert. Business- und Privatcoach.

Inhalt: Grundlegendes Wissen über das komplexe Störungsbild wird, von den Ursachen über Symptome, Diagnostik, Therapie und Verlauf sowie den Konsequenzen für Schule und Alltag, auf Basis des aktuellen Forschungsstandes überblicksartig erarbeitet und vermittelt.

Neben dem theoretischen Hintergrund werden anhand von Fallbeispielen praxisorientierte Einblicke in die Arbeit mit aphasischen Kindern und Jugendlichen gegeben.

Simon Friede absolvierte seine Ausbildung zum Logopäden an der Lehranstalt für Logopädie am Universitätsklinikum Aachen. Er arbeitet seit 2002 in der St. Mauritius Therapieklinik, Meerbusch. Sein Schwerpunkt ist die Behandlung von Patienten der Neuropädiatrie. Auf die Ausbildung aufbauend absolvierte er im März 2009 den „Bachelor of Science, Logopädie“ und im Mai 2011 schloss der den Studiengang „Master of Science, Lehr- und Forschungslogopädie“ an der RWTH Aachen ab.

Monotypie heißt ganz einfach “Einmaldruck”. Jeder Druck ist ein echtes Unikat.

Mit einer ganz einfachen Technik können wahnsinnig schöne Resultate erzielt werden.

Bitte Linol-Druckfarbe oder Acrylfarbe, Glas-oder Plexiglasscheibe, Druckrolle, Saugfähiges Papier, Pinsel, Bleistift, Tortenspitze und Verbandsgewebe bereit halten.

Ulla Hieronymi-Pinnock praktiziert als freie Künstlerin und Kunsttherapeutin

Der Workshop soll auf die Möglichkeiten und Grenzen der Sprachtherapie bei Demenz eingehen. Auch auf die Notwendigkeit von interdisziplinärer Diagnostik sowie einer spezifischen, hypothesengeleiteten logopädischen Diagnostik wird eingegangen. Zudem soll erörtert werden, wann eine logopädische Therapie sinnvoll ist und wann sie eingestellt bzw. eine andere Bezeichnung erhalten sollte. Wichtig ist hierbei die Evidenzbasierung therapeutischer Interventionen, sowie eine klare Zieldefinition mit Bezug auf das alltägliche Leben von Patient und Angehörigen.

Literaturauswahl

Abel, S., & Lange, I. (2014). Sprachstörungen nach Schlaganfall und bei Demenz: Wie bedeutsam sind die Unterschiede für die Logopädie? Sprache Stimme Gehör, 38(02), 86-91.

APA (Ed.). (2013). DSM-5: Diagnostic and statistical manual of mental disorders (5 ed.). Washington D.C.: American Psychiatric Publishing.

Gorno-Tempini, M. L., Hillis, A. E., Weintraub, S., Kertesz, A., Mendez, M., Cappa, S. F., et al. (2011). Classification of primary progressive aphasia and its variants. Neurology, 76(11), 1006-1014.

 

Kühn, T. (2016). Evidenzbasierte Sprachtherapie bei Primär Progredienten Aphasien (PPA): Erscheinungsformen – Diagnostik – Behandlungsmöglichkeiten. Forum Logopädie, 1(30), 16 – 23.

Rutter, L. M., & Bak, T. H. (2015). Primär Progrediente Aphasien: Übersicht, klinisches Erscheinungsbild und kompensatorische Maßnahmen. Forum Logopädie, 29(3), 26-32.

Tabea Wuttke, promovierte Logopädin, arbeitet seit über 10 Jahren in der neurologischen Rehabilitation und beschäftigt sich seit ihrer Dissertation mit dem Thema Demenz und Sprache

Matthias Beck, 37 J., Heidelberg ist Aphasiker seit 2006. Sein bemerkenswerter Weg vom krankheitsbedingten Studienabbruch (Informatik und Philosophie) über eine erfolgreiche Ausbildung im technischen Medien-Umfeld hat ihn zu einer nachgefragten IT-Expertise geführt.

Sein Interesse fokussiert auf innovative IT-Lösungen zur wirksamen Unterstützung im Alltag von Menschen mit Sprachbehinderung sowie einer kritischen Betrachtung deren gesellschaftlicher Rahmenbedingungen.

Marina Fraas: junger Mensch mit Aphasie (30) sowie Psychologin und zurzeit Psychotherapeutin in Ausbildung im Institut für Verhaltenstherapie (IVT), Peer-Beraterin (Hirnschädigungen, Neurologie, Nachsorge etc.) in der EUTB (Ergänzenden Unabhängigen TeilhabeBeratung) in Dresden

Prof. Dr. Walter Huber ist Professor für Neurolinguistik im Ruhestand. Er war bis 2010 Leiter der Aphasiestation am Universitätsklinikum Aachen und hat die dortigen Studiengänge für Logopädie gegründet und koordiniert. In seiner Forschung befasste er sich mit der Diagnostik und Rehabilitation der Aphasien und mit den hirnorganischen Grundlagen der Sprache. Er begleitet die Würzburger Aphasie Tage von Anfang an als wissenschaftlicher und klinischer Berater.

Sonntag, 18. April 2021

Die Fiberendoskopische Evaluation des Schluckaktes (FEES) hat sich mittlerweile im Rahmen der neurologischen (Post-)Akut-Versorgung als objektive Diagnostikmethode etabliert. Nach einer klinischen Schluckuntersuchung folgt in der Regel auch eine apparative Untersuchung der Schluckfunktion. Hierbei zeigen sich Pathophysiologien, die in diesem Workshop präsentiert und besprochen werden sollen. Zu den Störungsbildern gehören der akute Mediainsult, das Wallenberg-Syndrom, das Schädel-Hirn-Trauma und das Guillain-Barré-Syndrom. Nach einer kurzen Erläuterung der einzelnen Störungsbilder werden FEES-Filme gesichtet und interpretiert. Im Anschluss daran werden zusätzlich noch mögliche Therapiestrategien besprochen.

Ulrich Birkmann ist Diplom-Sprachheilpädagoge und staatlich anerkannter Rettungsassistent. Er hat 1997 sein Diplom an der Universität zu Köln erworben. Im Anschluss daran arbeitete er in der sprachtherapeutischen Abteilung der »Kursamed Fachklinik für Neurologie«. Ab 1999 war er als Diplom-Sprachheilpädagoge im geriatrischen »Reha-Zentrum Reuterstraße« in Bergisch Gladbach angestellt. Seit 2008 leitet er die Abteilung für Dysphagiologie und die Schluckambulanz Troisdorf-Sieglar im »Sankt Johannes Krankenhaus« in Troisdorf-Sieglar. Seit 2001 ist er Lehrbeauftragter der Universitäten zu Köln, der Universität Bielefeld und der Hochschule für Gesundheit in Bochum, Gutachter für Bachelor- und Masterarbeiten zum Thema »Dysphagie« und Autor des  Buches »FEES: Die funktionelle Schluckuntersuchung in der Neurologie – Ein Videolehrgang« (Hippocampus, 2015) und des »Kölner Befundsystems für Schluckstörungen – Kö.Be.S.« (ProLog, 2007). Seit 2015 ist Ulrich Birkmann zertifizierter FEES-Ausbilder (Deutsche Gesellschaft für Neurologie, Deutsche Schlaganfall Gesellschaft und Arbeitskreis FEES) und FEES-Ausbilder der »European Society of Swallowing Disorders – ESSD«).

Wie gelingt es uns als Mitbetroffene im Rahmen eines neurologischen Ereignisses das Leben wieder aufzunehmen bzw. anzunehmen? Wie gehen wir mit uns um, wenn es uns in diesem Zusammenhang, schlecht geht? Wie lernen wir einen fürsorglicheren und liebevolleren Umgang mit uns selbst? Wenn wir uns all diesen Fragen stellen, sollten wir uns in schwierigen Lebenssituationen mehr Verständnis schenken lernen. Wir schaffen dadurch Raum für Trost und entwickeln eine hilfreichere Umgangsweise mit den Herausforderungen des Lebens. In diesem Zusammenhang liegt der Schwerpunkt der Veranstaltung einerseits auf dem Thema des Selbstmitgefühls und andererseits auf der besonderen Rolle des Mitbetroffenen und deren Umgang mit dem eigenen Leid. Mit Hilfe von unterschiedlichen Übungen wird versucht den Betroffenen einen Einstieg in die Praxis des Selbstmitgefühls zu ermöglichen.

Andrea Fahlböck ist Klinische Psychologin, Neuropsychologin, Supervisorin und Psychotherapeutin. Von 1990 – 2004 arbeitete Sie im Bereich der postakuten neurologischen Reha. Seit 1992 ist sie als klinische Psychologin und Psychotherapeutin im ambulanten Bereich tätig. Im Jahr 2004 gründete Sie das Institut für ambulante neuropsychologische Reha in Villach. Zusätzlich lehrt Sie an der Donau Universität Krems, der FH Wien, der SFU-Wien und ist als Lehrtherapeutin für verschiedene Institutionen tätig

Dieser Workshop richtet sich vor allem an die Kolleg*innen, die in der freien Praxis arbeiten und keinen direkten Zugriff auf eine apparative Diagnostik haben. Hier ist es entscheidend, dass die klinische Schluckuntersuchung fundiert und strukturiert durchgeführt wird. Eine ausführliche und strukturierte Anamnese ist genauso unumgänglich wie eine Überprüfung der komplexen neuro-muskulären Funktionen im Rahmen eines Kranialnerven-Assessments. Im Vordergrund stehen somit die klinische Diagnostik, der Interpretation der gewonnenen Informationen und der darauf aufbauenden therapeutischen Strategien

Ulrich Birkmann ist Diplom-Sprachheilpädagoge und staatlich anerkannter Rettungsassistent. Er hat 1997 sein Diplom an der Universität zu Köln erworben. Im Anschluss daran arbeitete er in der sprachtherapeutischen Abteilung der »Kursamed Fachklinik für Neurologie«. Ab 1999 war er als Diplom-Sprachheilpädagoge im geriatrischen »Reha-Zentrum Reuterstraße« in Bergisch Gladbach angestellt. Seit 2008 leitet er die Abteilung für Dysphagiologie und die Schluckambulanz Troisdorf-Sieglar im »Sankt Johannes Krankenhaus« in Troisdorf-Sieglar. Seit 2001 ist er Lehrbeauftragter der Universitäten zu Köln, der Universität Bielefeld und der Hochschule für Gesundheit in Bochum, Gutachter für Bachelor- und Masterarbeiten zum Thema »Dysphagie« und Autor des  Buches »FEES: Die funktionelle Schluckuntersuchung in der Neurologie – Ein Videolehrgang« (Hippocampus, 2015) und des »Kölner Befundsystems für Schluckstörungen – Kö.Be.S.« (ProLog, 2007). Seit 2015 ist Ulrich Birkmann zertifizierter FEES-Ausbilder (Deutsche Gesellschaft für Neurologie, Deutsche Schlaganfall Gesellschaft und Arbeitskreis FEES) und FEES-Ausbilder der »European Society of Swallowing Disorders – ESSD«).

Matthias Beck, 37 J., Heidelberg ist Aphasiker seit 2006. Sein bemerkenswerter Weg vom krankheitsbedingten Studienabbruch (Informatik und Philosophie) über eine erfolgreiche Ausbildung im technischen Medien-Umfeld hat ihn zu einer nachgefragten IT-Expertise geführt.

Sein Interesse fokussiert auf innovative IT-Lösungen zur wirksamen Unterstützung im Alltag von Menschen mit Sprachbehinderung sowie einer kritischen Betrachtung deren gesellschaftlicher Rahmenbedingungen.

Marina Fraas: junger Mensch mit Aphasie (30) sowie Psychologin und zurzeit Psychotherapeutin in Ausbildung im Institut für Verhaltenstherapie (IVT), Peer-Beraterin (Hirnschädigungen, Neurologie, Nachsorge etc.) in der EUTB (Ergänzenden Unabhängigen TeilhabeBeratung) in Dresden

Prof. Dr. Walter Huber ist Professor für Neurolinguistik im Ruhestand. Er war bis 2010 Leiter der Aphasiestation am Universitätsklinikum Aachen und hat die dortigen Studiengänge für Logopädie gegründet und koordiniert. In seiner Forschung befasste er sich mit der Diagnostik und Rehabilitation der Aphasien und mit den hirnorganischen Grundlagen der Sprache. Er begleitet die Würzburger Aphasie Tage von Anfang an als wissenschaftlicher und klinischer Berater.

Prof. (FH) Dr. Georg Newesely ist Jurist und Logopäde. Seit 2017 leitet er den Studiengang Logopädie an der Fachhochschule für Gesundheit in Innsbruck. Er ist zudem als Gerichtsgutachter tätig. In Forschung und Lehre befasst er sich mit neurologisch bedingten Sprach- und Sprechstörungen sowie mit Fragen der kommunikativen Teilhabe und der sozialen Rechte von Personen mit Aphasie in der Gesellschaft.

Ich, Birgit Adam, bin seit fast 11 Jahren  Angehörige eines globalen Aphasikers. Bereits vor dem Schlaganfall meines Mannes war ich berufstätig und bin es auch heute noch. Ich arbeite bei der IG Metall als politische Gewerkschaftssekretärin. Also solche führe ich Verhandlungen in den Betrieben, arbeite dort mit den Betriebsräten und Vertrauensleuten eng zusammen und berate im Bereich Arbeits- und Sozialrecht auch unsere Mitglieder. Gerade bei letzterem haben mein Mann von meiner Berufserfahrung und meine Arbeit von meiner Lebenserfahrung profitiert. Wir haben zwei Kinder und zwei Enkelkinder, die wir leider zu selten sehen. Nach einer Odyssee mit Eigenheim, Verkauf und Wohnen in Miete haben wir uns vor zwei Jahren nochmal ein Haus im schönen Taubertal gekauft. Irgendwie sind wir nach fast 11 Jahren wieder bei unseren Wurzeln angekommen und fühlen uns trotz allem wohl.

Eine Aphasie und die daraus resultierende Folge, nicht mehr selbstverständlich an Gesprächen teilhaben zu können, können für die Betroffenen weitreichende soziale Folgen haben (King et al., 2013). Ein vorrangiges Ziel der Sprachtherapie ist deshalb, die Teilhabe an Alltagsgesprächen zu verbessern. Studien zeigen, dass für erfolgreiche Gespräche neben sprachlichen Fähigkeiten auch Exekutivfunktionen relevant sind, insbesondere die Umstellungsfähigkeit (Murray, 2012; Frankel et al., 2007). Diese Umstellungsfähigkeit wird in Gesprächen beispielsweise beim schnellen Reagieren auf unerwartete Fragen, bei einem Themenwechsel oder bei der Aufklärung eines Missverständnisses benötigt. Studien weisen daraufhin, dass die Umstellungsfähigkeit bei Menschen mit einer Aphasie beeinträchtigt sein kann und sich negativ auf die Gesprächsfähigkeit auswirkt (Fridriksson et al., 2006; Frankel et al., 2007). Dennoch wird sie in der gängigen Aphasietherapie wenig berücksichtigt.

Um die Umstellungsfähigkeit und damit die Gesprächsfähigkeit zu verbessern, wurde ein neues Therapiekonzept entwickelt und evaluiert. In dem Konzept werden Elemente aus der alltagsorientierten Aphasietherapie und neuropsychologische Therapiemethoden zum Training der Exekutivfunktionen kombiniert.

Im Workshop werden zunächst Grundlagen zu den Exekutivfunktionen und insbesondere zur Umstellungsfähigkeit vorgestellt. Anschließend werden diagnostische Möglichkeiten erläutert. Ausgehend davon wird aufgezeigt, wie die Umstellungsfähigkeit in die Aphasietherapie integriert werden kann. Dabei geht es v. a. darum, wie die Umstellungsfähigkeit in konkreten und alltagsrelevanten Gesprächssituationen geübt werden kann.

Lena Spitzer, Logopädin, M.Sc. seit 2006 mit mehrjähriger Tätigkeit in logopädischen Praxen und zuletzt im Aphasie-Zentrum Vechta-Langförden. Derzeit promoviert sie an der RWTH Aachen zum Thema „Exekutivfunktionen bei Aphasie“ und ist seit 2019 als Logopädin tätig in eigener Praxis mit Schwerpunkt intensive Aphasietherapie.

Weltweit tanzen die Menschen zu dem Song „Jerusalema“ in dieser Zeit der Pandemie. Musik und Tanz bringt Freude und Bewegung. Und es geht sogar sitzend. Plötzlich sind Bewegungen möglich, die vorher nicht denkbar waren. Reduziert Stress und Ängste. Macht deinen Geist und Kopf klar und frei.

Ulla Hieronymi-Pinnock praktiziert als Yogalehrerin und Kunsttherapeutin

Intakte semantische Verarbeitungsleistungen auf konzeptueller Ebene stellen eine Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Kommunikation dar. Eine Überprüfung dieser Leistungen sollte daher im Rahmen der Aphasie-Diagnostik ergänzend zur Erfassung verbaler Leistungen durchgeführt werden. Im Workshop wird der Nonverbale Semantiktest (NVST, Hogrefe et al., im Druck) vorgestellt, der semantische Verarbeitungsleistungen in verschiedenen nonverbalen Modalitäten prüft. Der Test besteht aus Aufgaben zum Semantischen Sortieren, einer Überprüfung der Pantomime auf Aufforderung und einem Aufgabenset zum Zeichnen. Die Anwendung des NVST ermöglicht eine ressourcenorientierte Therapieplanung, die ggf. eine Behandlung der semantischen Verarbeitungsstörungen einbezieht. Zudem geben die Leistungen im NVST Auskunft über eine mögliche erfolgreiche Nutzung alternativer Kommunikationsmittel (Gestik und Zeichnen).

Dr. Hogrefe, K., Glindemann, R., Ziegler, W. & Goldenberg, G. (im Druck). Nonverbaler Semantiktest (NVST). Göttingen: Hogrefe.

Dr. Katharina Hogrefe ist klinische Linguistin. Derzeit arbeitet sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Entwicklungsgruppe klinische Neuropsychologie an der Ludwig-Maximilians-Universität, ist nebenberuflich in einer Tagesstätte für Patienten mit Hirnschädigung therapeutisch tätig und unterrichtet das Fach Aphasiologie an einer Münchner Logopädie-Schule.

Ziel dieses Workshops soll es sein, Interessenten und Betroffene auf das Angebot zur Kommunikationsgruppe aufmerksam zu machen. Unser Konzept und die verwendeten Methoden werden anhand ausgewählter Beispiele aus der Praxis vorgestellt. Eine Kommunikationsgruppe bietet Betroffenen einen geschützten (auch digitalen) Raum, in welchen Sie ihre Sprache in lockerer Atmosphäre erproben können. Dabei ist es uns wichtig, dass neben dem gemeinsamen Erfahrungsaustausch der Teilnehmer untereinander und/oder mit den Sozialpädagog*innen, der Spaß an der Kommunikation durch kreative Sprachübungen und – Spiele im Vordergrund steht.

Heino Gövert, Dipl.-Sozialpädagoge FH, arbeitet seit 1999 im Zentrum für Aphasie und Schlaganfall Unterfranken. Er betreut u.a. Kommunikationsgruppen (live & online) für Aphasiker*innen.

Ursula Peichl arbeitet seit Juni 2014 beim Zentrum für Aphasie & Schlaganfall als Dipl. Sozialpädagogin (FH). Sie leitet einige Kommunikationsgruppen in Unterfranken und ist u.a. für die Betreuung und Beratung der unterfränkischen Selbsthilfegruppen Aphasie & Schlaganfall zuständig.

Leonie Retzbach befindet sich derzeit im sechsten Fachsemester an der Fachhochschule für Angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt im Studiengang Bachelor Soziale Arbeit. Ihr praktisches Studiensemester hat sie im Zentrum für Aphasie und Schlaganfall Unterfranken absolviert. Im Rahmen dessen, begleitete, konzipierte und führte sie Kommunikationsgruppen eigenständig durch.